- Archiv 2005 / Sitzvolleyball -
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1.Weltmeisterschaften der Junioren im Sitzvolleyball vom 28.10. - 01.11.2005 in
   Kamnik / Slowenien
Deutscher Nachwuchs verpasst Medaille
Das deutsche Team hat seine erste Bewährungsprobe bestanden und belegte einen ausgezeichneten 4.Platz von sechs angetretenen Teams im slowenischen Kamnik. Bereits in der Vorrunde musste sich die junge neu formierte Mannschaft von Bundestrainer Achim Ziegele mit den hohen Favoriten Bosnien-Herzegovina und dem Südamerikavertreter Brasilien auseinandersetzen. Im ersten Spiel in diesem Turnier gegen den Nachwuchs aus dem Land des Paralympicsiegers Bosnien-Herzegovina mussten sich Deutschland knapp mit 1:3 geschlagen geben und auch gegen Brasilien wurde mit gleichem Resultat verloren. In der anderen Staffel dominierten die iranischen Spieler über Slowenien und Polen und überzeugte mit ihrer dominierenden Spielweise, die der ihrer Vorbilder ähnelte. Das polnische Team belegte nach einem 3:0 über Slowenien Platz 2 in der Vorrunde. In der Zwischenrunde gelang dem deutschen Nachwuchs der erste Sieg gegen dieses polnische Team (3:0) und es bestand die Chance um eine Medaille mitzuspielen. Im Halbfinale saß den Deutschen erneut der Vorrundengegner Bosnien-Herzegovina im Spiel, um den Finaleinzug gegenüber. Leider gelang die Revanche nicht und das deutsche Team verlor 0:3. Im zweiten Spiel dieser Runde gelang auch den Brasilianern keine überraschung und sie verloren ebenfalls deutlich 0:3 gegen Iran. Noch hatte die jungen Spieler, um den Leipziger Christoph Herzog die Chance auf eine Medaille und dies gegen Brasilien. Trotz engagiertem Spiel und Kampfgeist lösten sie das Problem noch nicht und kassierten erneut ein 0:3 Niederlage, das bedeutete Platz 4. Im hochklassigen Finale ließen die jungen Iraner den Spielern aus Bosnien-Herzegovina keine Siegmöglichkeit und dominierten mit einem souveränen 3:0. Lobenswert ist die Initiative des Weltverbandes (WOVD) diese erste Weltmeisterschaften für Junioren ins Leber zu rufen und sich zielgerichtet, um den Nachwuchs zu kü mmern, um so die jungen Spieler an das Niveau der Männer heranzuführen. National und international zeigen sich deutliche Nachwuchsprobleme, die es in der Zukunft zu lösen gilt. Ein Schritt ist mit dieser Veranstaltung getan. Leider war bei dieser WM nur der männliche Bereich vertreten, zumal dieses Mango auch bei den Damen noch größer ist, doch meldeten sich zu wenig Teams. In Deutschland sollte man auf diesem 4.Platz aufbauen und die Sichtung in diesem Sektor aktivieren, hierzu sind die führenden Zentren Leverkusen, Berlin und Leipzig gefordert.

Team Deutschland:

Rene Weiden (Köln),Christioph Herzog (Leipzig),
David Krause (Leipzig), Benjamin Oesch (Leverkusen),
Peter Schorf (Kolkwitz,/Klinzig), Barbaros Sayllit (Düren),
Marco Schmidt (Mannheim), Marcel Rau (Lindlar),
Stefan Hähnlein (Berlin)
Achim Ziegele (Bundestrainer),
Ulrike Zeller (Physiotherapeutin/Leipzig)

Spielergebnisse :

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1.Junioren Weltmeisterschaften Sitzvolleyball vom 28.-30.10.2005 in Kamnik (Slowenien)
Deutsche Junioren mit erster Bewährungsprobe
Bei der 1.Weltmeisterschaft im Sitzvolleyball der Junioren
(unter 22.Jahre) hat die neugegründete Nachwuchsauswahl des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) die erste Möglichkeit in der Öffentlichkeit aufzutreten.
Unter der Leitung des Bundestrainer Achim Ziegele starteten 10 junge Spieler nach einem Wochenendtrainingslager zu dieser Bewährungsprobe nach Slowenien. In der Vorrunde werden es die deutschen Spieler mit dem Teams aus Bosnien-Herzegovina und Brasilien zu tun haben. Der Auswahlcoach spekuliert auf den zweiten Gruppenplatz und in der Endrunde mit einer Medaille.
Der Behindertensportverein Leipzig ist mit zwei Spielern
(Christoph Herzog und David Krause) aus der Mannschaft vertreten, die bei der diesjährigen Deutschen Meisterschaft die Bronzemedaille errangen. Diese Spieler und der Ex-Leipziger und jetzige Leverkusener Benjamin Oesch sollten die tragenden Kräfte der Mannschaft sein.

Tilo Garlin

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Europameisterschaften 2005
- Vizemeister-Abo verlängert -

Der Tag danach. Sitzvolleyballer Stefan Wischnewski hat seine silberne EM-Medaille von leverkusen zu Hause in Leipzig geparkt und fährt mit seiner 13-jährigen Tochter Anne nach Chemnitz. Der Sonntag findet ein goldenes Ene. "Anne hat mit der LAZ-Mannschaft bei den Jugendspielen den Fünfkampf gewonnen", so der Vater stolz.
Endlich Sieger sein wollen auch die deutschen Sitzvolleyballer. Doch ihr Vizemeister- Abo wird verlängert. Im Finale der Europameisterschaften verliert das team von Bundestrainer Achim Ziegele gegen Bosnien-Herzegowina mit 0:3 (21:25, 14:25, 21:25). Der Paralympics-Sieger von Athen sichert sich damit zum dritten Mal hintereinander den EM-Titel.

"Wir waren lange sehr nervös und haben zu veile leichte Fehler gemacht. Einzig Kapitän Jürgen Scgrapp hat heute sehr gut gespielt, die anderen Spieler konnten leider nicht hundertprozentig an die form der letzten Tage anknüpfen", kommentierte Coach Ziegele die Niederlage seiner Mannschaft im Endspiel. Im Turnierverlauf gelingt dagegegn alles, lediglich gegen Russland wir ein Satz abgegeben. Bei den Frauen gewinnt die Auswahl der Niederlande mit 3:1 gegen Litauen.
In der Tat haben die Bosnier über weite Strecken leichtes Spiel mit den deutschen, die nur selten zu einer kompakten Mannschaftsleistung finden und sich gegen die starken bosnischen Angreiger schwer tun. Ihre stärkste Phase zeigen die gastgeber im dritten Satz, als sie bis zum 10:6 vorn leigen. Doch leichte individuelle Fehler bringen den alten und neuen Champion zurück ins Spiel, der nach dem zwischenzeitlichen 12:12-Ausgleich auf 18:13 davonzieht. Deutschland kämpft sich zwar noch einmal an 21:23 heran, doch Bosnien-Herzogowina ließ sich den Turniersieg, lautstark angefeuret von den Fans aus dem eigenen Land, nicht mehr nehmen.

Die Enttäuschung über das verpasste Gold hält sich bei Stefan Wischnewski im Grenzen."Da hat man klar gesehen, dass die proffessioneller arbeiten. Wir sind Amateure", macht der 34-jähruge von hiesigen Behindertensportverein den größten Unterschied zwicchen Dauersieger und ewigen zweiten aus. Dass der Leipziger im Endspiel keinen Einsatz erhielt, sorgte freilich für eine ganz persönlich Enttäuschung. "Die hoheit hat der Trainer. Als Sportler muss man so eine Entscheidung wegstecken können. " Wischnewski und seine Teamkollegen werfen ein spezielles EM-Plus in die Waagschale. "Sieger war der Sport.So viel Öffentlichkeit, wie wir erhalten haben, ist selten. Sogar das Finale wurde live im fernsehen übertragen." Live unter den 1000 begeisterten Anhängern ist Wischnewskis Frau Annett und Sohn Paul. Leichttahletin Anne fehlt - Wettkampfvorbereitung. Eine goldene Entscheidung.

kefö
(Zeitungsartikel aus der LVZ)

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Werner von Siemens Cup Sitzvolleyball am 30.4. u.1.5.2005
Nicht der Abonnementsmeister Leverkusen, nicht der bosnische Vertreter Zaidovice – nein die Berliner gewannen den Werner von Siemens Cup zum ersten Mal und dies nicht unverdient. Seit Jahren versagten den Männen um Steffen Barsch und Martin Rickmann in den entscheidenden Situationen die Nerven und sie verloren so manches Spiel in der Endphase. Mussten sie in der Vorrunde noch gegen das polnische Nationalteam einstecken und belegten nur den 2. Platz in ihrer Gruppe, doch dann steigerten sie sich gewaltig und besiegten Zaidovice und die polnische Vertretung in souveräner Manier. Unter den Augen den neuen Nationaltrainers Achim Ziegele schwang sich speziell Martin Rickmann zu einer Glanzleistung auf und behielt selbst in kritischsten Situationen kühlen Kopf.

Der Deutsche Meister und frischgekürte Niederländische Meister Bayer 04 Leverkusen trat nicht  in Bestbesetzung und wurde hart bestraft - Rang 7 von 15 Mannschaften aus Norwegen, Niederland, Dänemark. Bosnien/Herzegovina, Polen und Deutschland. Die Leipziger hatten in diesem Jahr etwas mehr Glück in der Steffeleinteilung und erreichte nach Siegen über Hamburg, Kopenhagen und Sandnes, sowie einer Niederlage gegen den holländischen Vertreter Volleer die Finalrunde. Gegen das polnische Team, das sich in der unmittelbaren Vorbereitung auf die Europameisterschaft im Juni in Leverkusen vorbereitet, verloren die Spieler um Kapitän Christoph Herzog (er vertrat ausgezeichnet den aus beruflichen Gründen fehlenden Marko Schmidt) in der Zwischenrunde mit 0:2. Auch gegen die dynamisch agierenden holländischen Mannschaften reichte es nicht zu einem Sieg, so blieb es bei Rang 6, mit dem die Leipziger nicht unzufrieden waren. Für die Deutschen Meisterschaften am 15. und. 16.10.2005 in Leipzig haben die Gastgeber vom BV Leipzig mindestens Platz 3 anvisiert und dies sollte im Bereich des Möglichen liegen.
Christoph Herzog und Stefan Wischnewski wurden vom Bundestrainer genau beobachtet, gehören sie doch erweiterten bzw. bestätigten Kaderkreis für die EM.
Hervorzuheben war die ausgezeichnete Organisation des traditionsreichen Hamburger Turniers durch Claus Zapp und den 12 Schiedsrichtern aus England, Finnland, Niederland, Schweden und Deutschland sei hier nochmals gedankt. Wie in den letzten Jahren üblich, pfiffen vorwiegend die niederländischen Freunde die Spiele in exellenter Manier und mit typischer Gelassenheit. Ihnen zur Seite standen einige noch unbekannte deutsche Schiedsrichter, die sich entschlossen haben, auf diesem für sie ungewohntem Terrain tätig zu werden. In einem Schiedsrichterlehrgang vor dem Hamburger Turnier erhielten Sie vom internationalen Referee Anton Probst das nötige Rüstzeug. Zum Schluss bedankten sich alle Sportler beim Organisator und dem Hauptsponsor, der Firma Siemens, und hoffen auf Fortsetzung dieses traditionsreichen Turniers in der Hansestadt, obwohl C. Zapp  jedes Jahr vom letzten Turnier spricht. - Leipzig spielte mit - Thomas Bachmann, Thomas Bauerfeld, Abdullah Thaer Bollod, Michael Hahn, Christoph Herzog, Karsten Klein, Sandy Lietz, Georg Spies, Stefan Wischnewski

Tilo Garlin


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letzte Änderung: 16.09.2007