- EM-Junioren 2006 -
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Deutschland verpaßt Medaille

Im ungarischen Niregyhaza fand die erste Europameisterschaft der Junioren im Sitzvolleyball statt. Für das neu formierte Team um Kapitän Christoph Herzog hatte sich hohe Ziele gesetzt und mit dem Titel geliebäugelt. Der Auswahltrainer Jouke de Haan, der die Mannschaft kurzfristig übernommen hatte reichten die wenigen Wochenenden jedoch leider nicht aus, um die jungen Spieler optimal vorzubereiten. Im Verlauf des Turniers gelang es den Nachwuchsspielern noch nicht ihr Leistungsvermögen ständig abzurufen. Die vier angetretenen Juniorenmannschaften aus Russland, Bosnien-Herzegovina, Polen und Deutschland wiesen nach, das sie fast gleichwertig sind und die jeweilige Tagesform entscheiden musste. Die russische Auswahl, die mit zahlreichen Spielern der A-Auswahl (Herren) ihres Landes antrat, zeigte kaum Schwächen und blieb in allen Spielen erfolgreich. Der Nachwuchs aus dem Land des Paralympicsieger und Weltmeister Bosnien -Herzegovina scheiterte oft an den großen und beweglichen Spielern Russlands und wurde seiner Favoritenrolle nicht gerecht.
Das deutsche Team brachte in der Vorrunde die bosnische Auswahl ins Wanken, spielte aber zu unbeständig um daraus Profit zu schlagen und verlor gegen beide Spiele gegen die Titelaspiranten. Das polnische Team wurde in der Vorrunde deutlich beherrscht und es lag Platz 3 im Bereich des Möglichen. In der Zwischenrunde verloren die deutschen Spieler auch ihr zweites Spiel gegen Bosnien-Herzegovina, das hieß Spiel um Platz 3. Nach wechselhaftem Spiel, bei dem sich der polnische Nachwuchs enorm gegenüber der vorrunde steigerte, waren die Deutschen zu unkonzentriert und quittierten eine weitere Niederlage, so das nur der 4. Platz erreicht wurde, Ein Trostpflaster blieb dem deutschen Nachwuchs, gehört doch Christoph Herzog zum All-Star-Team und wurde als bester Universalspieler ausgezeichnet.

Dieses junge Team, in denen einige Spieler das erste mal international zum Einsatz kam lässt jedoch Hoffnung aufkommen und hat im Jahr 2007 bei den Weltmeisterschaften der Junioren in Brasilien die Chance ihr Leistungsniveau unter Beweis zu stellen. Die Spieler kamen fast alle aus den führenden Teams Deutschlands und gehören teilweise bereits zu den Leistungsträgern ihrer Heimmannschaft.

Deutschland trat mit folgenden Spielern an. Christoph Herzog, Hamed Hajizada, David Krause (alle Leipzig) Benjami Oesch, Barbaros Sayilir, Rene Weiden, Marco Schmitt (alle Leverkusen) Alexander Schiffler, Stefan Hähnlein ( beide Berlin) Peter Schlorf (Cottbus) Trainer: Jouke de Haan, Co-Trainer Jens Färber, Physiotherapie: Ulrike Zeller

Ergebnisse:         
Vorrunde:         
Russland Bosnien-Herzegovina 3:0 (27:25,25:23,25:20)
   Deutschland 3:0 (25:08,25:14,25;09)
   Polen 3:0 (25:11,25:12,25:12)
Bosnien Herzegovi Deutschland 3:1 (25:18,18:25,25:23,25:15)
   Polen 3:0 (25:26,25:20,25:10)
Deutschland Polen 3:0 (26:14,25:17,25:18)
           
Endstand:
   Sätze Pkt.   
1.Rußland 9:0 6   
2.Bosnien. Herzegovina 6:4 5   
3.Deutschland 4:6 4   
4.Polen 0:9 3   
           
Zwischenrunde:
Russland Polen 3:0 (25:13,25:13,25:12)
Bosnien-Herzegovina Deutschland 3:0 (25:10,25:22,25:20)
           
Endrunde:
Russland Bosnien-Herzegovina 3:1 (25:19,25:14,12:25,2511)
Polen Deutschland 3:2 (24:26,25:21,25:19,15:25,15:12)
           
Endstand:
Europameister Russland      
2.Platz Bosnien-Herzegovina      
3.Platz Polen      
4.Platz Deutschland      


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letzte Änderung: 29.02.2012