- Orthopädie u. Reha-Technik 2006 -
Bilder von der Reha Messe findet Ihr hier

Ohio - Leipzig - eine amerikanisch- deutsche Begegnung
Wie gehabt sollten die Sitzvolleyballer des Behindertensportvereins Leipzig (BVL) ihren Part bei dem Programm im Rahmen des Besuchertags der
Orthopädie u. Reha-Technik
2006 am 13. Mai 2006 leisten. Ein Vergleich mit den Sportfreunden aus Sachsen-Anhalt wurde vereinbart. Michael Hahn Spieler des BVL machte auf den Umstand aufmerksam,
dass die Partnernation der Messe in diesem Jahr die USA sind. Zufällig ist er bei der Firma OHIO WILLOW WOOD GmbH , einem Hersteller von Orthopädietechnik
aus den USA mit Niederlassungen in Europa tätig. Warum sollte man hier nicht eine gemeinsame Aktion durchführen?
Schnell war der Kontakt mit dem Leiter der deutschen Filiale Martin Halemba aufgenommen und die Geschäftsführung begeistert.
Der sächsische Behinderten- und Versehrtensportverband fand die Idee ebenfalls toll und räumte eine zusätzliche Zeit für die
Sitzvolleyballer ein.
Nun wurde Nägeln mit Köpfen gemacht. Michael Hahn besorgte einen kompletten Satz Spielertrikots und ließ diese beflocken.
Im Brustbereich prangt eine im satten Grün aufgedruckte Weide, ein Zeichen von Kraft und Gesundheit.
Da die Vertreter der Firma keine Volleyballer waren wurde ein gemeinsames Training am Donnerstag vor dem großen Auftritt auf der Neuen Messe vereinbart.
Kurzfristig wurde noch ein gemeinsames Grillen nach der Übungseinheit eingeplant, um die Geselligkeit zu fördern.
Gegen 20.00 Uhr nach einem harten Messetag trafen sie ein, 2 Frauen und 14 Männer aus den USA, Schweden, Niederland und Deutschland,
allen voran besagter Martin Halemba. Nach kurzer gegenseitigem Vorstellen blieb keine Zeit mehr, Nationalspieler Stefan Wischnewski kramte alle verfügbaren
Englischvokabeln aus und heizte den Gästen ein. So manch einer stöhnte nach den Rutschübungen, hatte Mühe
mit der Technik und wehrte die harten Angriffsschläge der "Profis" ab. Mit Händen und Füßen wurden Hinweise zu Technik und Taktik gegeben.
Nach der Erwärmung wurden 3 Mannschaften eingeteilt und gespielt. Schon hier war das Engagement aller festzustellen - es machte einfach Spaß.
Wie hieß doch der Firmenspruch
Free the body …free the spirit!
Nach 90 Minuten war Schluss, wartete doch auf dem Grillplatz kühles Bier, Steaks, saure Gurken und Bratwürste …
So mancher Erfahrungsaustausch unserer Prothesenträger mit den Spezialisten und Verkäufern, aber auch andere Themen ließen die Zeit rasch voranschreiten.
Fremde kamen - Freunde gingen.
Samstag war es dann so weit. Gegen Mittag trafen sich Sitzvolleyballer mit ihren "Kontrahenten" - nein Spielpartner klingt besser, in der Halle 3 an der
Aktionsfläche. Mit etwas Verspätung begann die kurze Erwärmung. Martin Halemba unterhielt sich noch mit dem Moderator
und erklärte seine Philosophie. Behinderte und Nichtbehinderte sollten noch mehr miteinander kommunizieren, sich miteinander sportlich zu
betätigen und stellte die Firma in kurzen Worten vor. Seinen Mitarbeitern könnte es helfen, die Probleme der Kunden besser zu verstehen,
sich in sie hinein zu versetzen und sie damit auch besser beraten zu können.
Die Spieler des BVL streiften ihre neuen Jerseys, das Gastgeschenk über und Marko Schmidt, selbst Spieler der Leipziger pfiff das Match an.
Stefan übte sich als Co-Moderator und stellte den zahlreichen Zuschauern die Sportart vor. Die beiden weiblichen Firmenmitglieder unterstützten
ihr Team als Cheerleader - ganz amerikanisch.
Nach 20 Minuten musste das Feld für die nächste Demonstration verschiedener sportliche Aktivitäten Behinderter freigemacht werden.
Man verabschiedete sich unter dem Beifall der Zuschauer standesgemäß am Netz. Das Ergebnis spielte keine Rolle, der Spaß an dem gemeinsamen
Auftritt war allen anzusehen. Die Leipziger übergaben ein Buch über den Sport (auch Behindertensport) dominierte, überreichte
eine CD mit Fotos vom gemeinsamen Trainingsabend und übergaben Tassen mit dem Logo des BVL.
Vor dem Firmenaufsteller wurde noch ein gemeinsames Gruppenfoto geschossen und man traf sich noch am Stand der Firma bei Kaffe, Bier und einem Imbiß.
Die Messe ging zu Ende, ebenso unser zweites und hoffentlich nicht letztes Zusammentreffen.
Tilo Garlin
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letzte Änderung: 29.02.2012