XVII. Internationales Sitzvolleyballturnier um den Siemens-Cup
am 06. und 07.05.2006in Hamburg
Sitzvolleyballer aus Leipzig bestätigen Aufwärtstrend
Den Sitzvolleyballern des Behindertensportverein Leipzig (BVL) scheint die maritime Luft der Hansestadt Hamburg recht gut zu bekommen,
denn ihnen gelang bei einem der größten und traditionsreichtem Turnier wieder der Sprung in die Finalrunde.
16 Mannschaften aus 5 Ländern rangen in 46 Spielen um die begehrten Glaspokale der Firma Siemens.
Eine besondere Bereicherung waren die Nationalteams der Herren der Niederlande und Deutschland sowie die in Europa führenden
Mannschaften aus Bosnien-Herzegovina, die das Niveau bestimmten.
Das Turnier wurde von zahlreich in den Auswahlteams und Vereinsmannschaften mitagierenden Nationalspielern zur Vorbereitung auf die im Sommer
in den Niederlanden stattfinden Weltmeisterschaften der Damen und Herren zur Analyse des derzeitgen Stand der Vorbereitung auf dieses Ereignis genutzt.
Die niederländische Nationalmannschaft der Damen wagte ebenfalls den Vergleich mit den Herrenmannschaften, um sich auf diesen Event vorzubereiten.
Der Nationalcoach Deutschlands Achim Ziegele versuchte seine Stammbesetzung speziell in den Spielen gegen die Bosnier und Holländer einer Belastungsprobe
zu unterziehen, um weitere Erkenntnisse für seine Stammbesetzung zu erhalten, obwohl nicht alle Kandidaten dafür anwesend waren.
Die Spieler des Deutschen Meister Leverkusen erfuhren eine zusätzliche Belastung, spielten sie doch auch in ihrer Vereinsmannschaften zusätzlich mit.
Die große Zufriedenheit kam bei der deutschen Auswahlmannschaft nicht auf, noch zu viele Mängel offenbarten sich bei einigen Spielern
speziell gegen die Vereinsmannschaften aus dem Land des Olympiasiegers und Europameister Bossnien-Herzegovina.
Das Spiel um Platz 1 gegen Fantomi Sarajevo wurde deutlich vom Gegner dominiert, die den Deutschen keine Siegchancen einräumten
und das Spiel 2:0 unter dem frenetischem Beifall ihrer Fans feierten.
Auch im Spiel um Platz 3 ließ Zavidovice (Bosnien-Herzegovina) dem polnischen Team aus Elblag keine Möglichkeit eines Satzgewinns, geschweige eines Sieges.
Die Leipziger steigerten sich im Verlauf des Turniers großartig und deuteten ihr gestiegenes Leistungsvermögen auch bei den Niederlagen an.
Nachdem in der Vorrunde gegen Ilidca Sarajewo gewonnen wurde, gestalteten sie auch das zweite spiel gegen den norwegischen Meister Kristiansand erfolgreich.
Nach dem Gewinn des ersten Satzes gegen den Gastgeber Hamburg war der Staffelsieg perfekt und die
Wechselspieler Karsten Klein und Thomas Bachmann bekamen ihre Chance. Die Hamburger nutzten diese Möglichkeit und sie gewannen die
beiden nächsten Sätze und das Spiel, doch änderte dies nichts, sie erreichten nicht die Runde der besten 8 Mannschaften.
Als nächster Gegner sassen die Nationalmannschaft Deutschlands den Leipzigern gegenüber. Ging der erste Satz noch klar verloren,
besannen sich die Spieler um Kapitän Marko Schmidt und spielten engagiert auf. Lange Zeit führten sie und sorgten fast für eine Überraschung.
Der Satz ging nach großartigem Einsatz mit 24:26 verloren. Besonders die Leistung der erstmals in den Reihen der Leipziger spielende Steffi Langnau trug zum spannenden Verlauf bei.
Die aus dem "Standvolleyball" kommende Dresdnerin, die nach einem schweren Skiunfall nicht mehr im Stand spielen kann, streifte ihre anfängliche
Nervosität ab und gehörte zu den Leistungträgern des Teams.
Im Spiel um Platz 5 wartete der nächste schwere Gegner - der mehrfache Deutsche Meister Leverkusen auf das Team. Auch hier wies Nationalspieler
Stefan Wischnewski sein Leistungsvermögen nach und brillierte mit Regiequalitäten und wirkungsvollen Aufgaben.
Trotz der Niederlage verliesen die Leipziger erhobenen Hauptes das Spielfeld. Die Zeit, in der die Spieler des BVL ein Aufbaugegner war, scheint vorbei zu sein.
Das Turnier war für die Mannschaft des BVL ein großartiger Erfolg und unterstrich die kontinuierliche Verbesserung in den letzten Jahren.
Hiermit sei noch einmal dem Gastgeber Hamburg, speziell Hauptorganisator Claus Zapp und dem internationalem Schiedsrichterteam aus England, Finnland, Niederland und Deutschland gedankt,
die das Turnier in hervorragender Qualität absolvierten.
Hamburg - wir kommen zum XVIII. Turnier gerne wieder.
Spieler des BVL:
Th. Bachmann, M. Hahn, K. Klein, St. Langnau, S. Lietz, M. Schmidt u. St. Wischnewsk
> zum Seitenanfang <
letzte Änderung: 29.02.2012