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Die Geschichte der Paralympics

Der Ursprung der Paralympischen Spiele geht zurück auf den deutschstämmigen Neurologen Sir Ludwig Guttmann, der im Jahre 1948 in Stoke Mandeville (in England) die ersten Sportspiele für Rollstuhlfahrer ins Leben rief. Die Tatsache, dass diese Spiele am selben Tag wie die Olympischen Spiele eröffnet wurden, war der Versuch die Paralympics von Beginn an mit den Olympischen Spielen zu verbinden. Obwohl die Stoke - Mandeville - Games bis heute jährlich zur Austragung gelangten, vergingen weitere 12 Jahre bis 1960 die ersten "Weltspiele der Gelähmten" wenige Wochen noch den Olympischen Spielen in Rom in derselben Stadt eröffnet wurden.
Seitdem finden die "Olympischen Spiele der Behinderten", wie sie zwischenzeitlich genannt wurden, beziehungsweise die Paralympics alle 4 Jahre statt und den Höhepunkt im Veranstaltungskalender der internationalen Behindertensportbewegung dar.Verantwortlich für die Paralympics zeichnet das IPC (International Paralympic Committee), dem die nationalen wie die internationalen Behindertenspotverbände angehören. Es bestehen enge Kontakte zwischen dem IPC (International Paralympic Committee) und dem IOC (International Olympic Committee).

Über die Herkunft des Begriffs Paralympics - so die offizielle Bezeichnung der Spiele seit 1988 - existieren widersprüchliche Aussagen. Die eine sehen in ihm eine Synthese der Worte Paralyse und Olympics, andere leiten ihn von der lateinischen Vorsilbe "para" ab, was soviel bedeutet wie&xnbsp; 2zugehörig" oder von der Gleichlautenden Vorsilbe, die mit "sich anschließen" übersetzt wird. Da die Paralympics immer parallel zu den Olympischen Spielen organisiert werden, ist auch hier eine mögliche Erklärung zu finden.

Wenngleich die Paralympischen Spiele immer im selben Jahr und am selben Ort wie die Olympischen Spiele stattfinden sollten, standen dem in der Vergangenheit des Öfteren politische und finanzielle Interessen entgegen. So mussten die Spiele 1968 nach Tel Aviv und 1980 nach Arnheim vergeben werden. 1984 fanden die Wettbewerbe der Rollstuhlfahrer in Stoke Mandeville statt, während die anderen Behinderungsgruppen in New York an den Start gingen. Einen Meilenstein in der paralympischen Bewegung stellten die Spiele von Seoul 1988 und Barcelona 1992 dar. Beide Male konnten die Behinderten ihre Wettkämpfe in den selben Arenen wie die Nichtbehinderten austragen. Wurden in Korea noch ein eigenes Dorf für die behinderten Leistunksportler aus aller Welt errichtet, so konnten in Barcelona auch die Unterkünfte der nichtbehinderten Athleten genutzt werden. In Atlanta durften die Athleten die gleichen Bedingungen vorfinden.

Die Frage der Integration einiger Disziplinen in die Olympischen Spiele, aber auch der Aufnahme der mental Behinderten in das Wettkampfprogramm der Paralympics sehr kontrovers diskutiert. War die Teilnahme in Rom ausschließlich den Gelähmten vorbehalten, so wurden 1976 in Toronto auch Amputierte, Sehgeschädigte und Blinde zugelassen Ihnen folgten 1980 in Arnheim die cerebral Bewegungsgestörten. Erstmals haben 1996 in Atlanta mental Behinderte in vier Demonstrationswettbewerben teilgenommen.
Dem Problem der "Medaillenflut", hervorgerufen durch die Vielzahl von Startklassen, versuchte man durch eine funktionelle Schadensklasseneinteilung zu begegnen, das heißt nicht jede Behinderung erhält eine eigene Wettbewerb, sondern Behinderungen, die die gleiche oder ähnliche Auswirkungen auf eine sportliche Bewegung haben, werden in einer Klasse zusammengefasst. Gering besetzte Teilnehmerfelder werden anderen Startgruppen zugeschlagen, wodurch jedoch Ungerechtigkeiten unausweichlich werden.

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Sommerparalympics

Datum
  Ort
Nationen
Teilnehmer
18.09. – 24.09.1960  Rom / Italien  23  400
13.11. – 14.11.1964  Tokio / Japan  22  370
06.11. – 14.11.1968  Tel Aviv / Israel  29  750
01.08. – 10.08.1972  Heidelberg / Deutschland  44  1000
03.08. – 11.08.1976   Toronto / Kanada   42  1600
21.06. – 05.07.1980   Arnheim / Niederlande   42  2000
16.06. – 30.06.1984  New York / USA   45  2900
14.10. – 26.10.1988   Seoul / Korea   61  3053
03.09. – 14.09.1992   Barcelona / Spanien   82  3020
15.08. – 25.08.1996   Atlanta / USA   103  3195
18.10. – 29.10.2000   Sydney / Australien   125  4000
17.09. – 28.09.2004   Athen / Griechenland   136  3871


Sportart
  
Eingeführt
Basketball  ROM 1960
Bogenschießen  ROM 1960
Boccia  BARCELONA 1992
Fußball  AYLESBURY / NEW YORK 1984
Fechten   ROM 1960
Gewichtheben   TOKIO 1964
Goalball  SEOUL 1988
Judo   TEL AVIV 1968
Leichtathletik   ROM 1960
Radsport   SEOUL 1988
Reiten  ATLANTA 1996
Rugby  SYDNEY 2000
Schwimmen  ROM 1960
Segeln   SYDNEY 2000
Sportschießen   ARNHEIM 1980
Tennis   BARCELONA 1992
Tischtennis   ROM 1960
Volleyball  TORONTO 1976



Winterparalympics

Datum
  Ort
Nationen
Teilnehmer
20.02. - 29.02.1976  Ornsköldsvik / Schweden  14  250
01.02. - 07.02.1980  Geilo / Norwegen  18  350
14.01. - 22.01.1984  Insbruck / Österreich  18  350
17.01. - 24.01.1988  Insbruck / Österreich  18  350
25.03. - 01.04.1992   Tigne / Frankreich   24  475
08.03. - 20.03.1994   Lillehammer / Norwegen  31  550
05.03. - 14.03.1998  Nagano / Japan   32  571
07.03. - 16.03.2002   Salt Lake City / USA   35  550

Im offiziellen Programm sind zur Zeit Ski Nordisch, Ski Alpin und Eisschlittenhockey.


Quellenangaben

VerfasserMarcus Hopf
Geert Jährig
Ernst D. Schmickler
QuelleInformationsmaterial des DBS (OTNG)
Informationsmaterial des DBS (KOT)
www.dbs-npc.de
www.ard.de
www.paralympics.de
www.zdf.de
„BiS“ 11/2000
Begleitheft Europameisterschaften 1999
www.langenschiedt.aol.de
www.paralympics.de


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letzte Änderung: 13.02.2010