30. Internatinale Deutsche Meisterschaften 2016 im paralympischen Schwimmen

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„Wir fahren nach Berlin!“ – So das Motto unserer Teilnehmer an den 30. Internationalen Deutschen Meisterschaften, die vom 09. Juni bis 12. Juni 2016 in Berlin stattfanden. Zwar waren dieses Jahr waren nicht alle „Großen Schwimm-Nationen“ ganz groß vertreten, aber es versammelten sich dennoch viele ausländische Starter die eine weite Anreise nicht scheuten. So sah man u.a. Sportler aus Brasilien, China, Kolumbien, Australien, Japan, Irak, den USA sowie fast allen europäischen Nationen. Immerhin mehr als 450 Teilnehmer nahmen an der diesjährigen Veranstaltung teil. Mit Max Gelhaar, Peggy Sonntag, Marcel Ernst, Anne-Christin Hoffmann, Viktor Schubert, Florian Haaré sowie den Betreuern Eric Werner, Geert Jährig und Claudia Knoth war auch das kleine BVL-Team mit dabei. Unterstützt wurde das Team von der Physiotherapeutin Irina Scholich.

Die Mannschaft als Zuschauer
Den Auftakt am Donnerstagvormittag machte Peggy, die mit 200m Freistil und persönlicher Bestzeit in 3:24,21 startete. Damit belegte Sie den 2. Platz in der Jugend A. Mit Bestzeiten über 100m Brust starteten auch die Jüngsten im Team – Viktor (2:28,40) und Florian (2:32,12). Leider erreichten die beiden trotz der Verbesserungen nicht die am Nachmittag stattfindenden Finals. Viktor wurde in der Jugend C Dritter und Florian belegte einen 13. Platz in der Jugend A. Nicht ganz so gut lief es fürPeggy_1 den Debütanten Marcel, der sich über 100m Brust nicht zeitlich nicht verbessern konnte. In seiner Startklasse wurde er leider nur Vierter. Auch konnte Peggy über die 100m Brust ihren guten Einstieg nicht ganz so fortsetzen und verpasste damit eine persönliche Bestzeit. Dennoch erreichte Sie mit ihrer Leistung das Jugend-A-Finale, welches am Nachmittag erfolgte.
Lange musste Max auf seinen 400m Lagen-Start warten. Doch es sollte ihn nicht daran hindern die Disziplin in 6:15,09 mit neuem Deutschen Rekord zu absolvieren. In der Gesamtwertung der offenen Klasse wurde er damit Dritter! Wir gratulieren ganz herzlich! Aufgrund der sehr kurzen Pause zu seinem nächsten Start, den 200m Rücken, konnte er sich dort nicht weiter verbessern und belegte den 12. Platz in der offenen Klasse.
Am Nachmittag startete Peggy als einzige BVL-Schwimmerin bei den Finals. Leider konnte Peggy Ihren Titel aus dem vergangenen Jahr im Jugendfinale nicht verteidigen. Sie wurde mit einer passablen Zeit nur Vierte.

Unsere erfahrenste Schwimmerin, Anne-Christin, griff erst am Freitagvormittag ins Wettkampfgeschehen ein. Über 100m Freistil erreichte Anne-Christin mit 1:42,95 eine sehr gute Zeit und wurde Vizemeisterin bei den Masters.
PeggyPeggy konnte mit neuer persönlicher Bestzeit über die 100m Freistil in 1:39,05 sich als sechste für das Jugendfinale qualifizieren. Auch die zweiten Starts unserer Mädels an diesem Tag verliefen erfolgreich. Anne-Christin sicherte sich mit einer Zeit von 0:57,78 Über 50m Rücken wieder den 2. Platz in der Masters-Kategorie und Peggy schwamm sich mit Bestzeit (0:51,62) erneut in das Jugendfinale.
Aber auch unsere männlichenMarcel Schwimmer konnten sich heute sehr gut präsentieren. Florian erreichte über 50m Rücken mit 1:11,13 eine neue Bestzeit und wurde in seiner Startklasse siebenter. Den letzten Start an diesen Vormittag hatte Max. Aber das Warten hatte sich gelohnt, denn Max erzielte über 800m Freistil in 11:05,72 einen neuen Deutschen Rekord für die Startklasse S7 und wurde damit in der Gesamtwertung der offenen Klasse guter elfter.
In den Finalläufen der Jugend bestätigte Peggy die Zeiten vom Vormittag, konnte sich jedoch beide Male nicht steigern. Auf der Rückenstrecke erschwamm sie sich aber immerhin die Bronzemedaille.
Der Samstag stand ganz im Zeichen der Kraul- und Brust-Sprinter. Hierbei traten fünf unserer sechs Sportler in Erscheinung. Peggy und Viktor erzielten über 50m Freistil zwei Bestzeiten (44,69, bzw. 49,21) und auch Anne-Christin zeigte sich mit der Leistung (46,20) zufrieden.
Bei den 50m Brust legten sich zudem Florian und Marcel mächtig ins Zeug, scheiterten aber knapp an den eigenen Bestzeiten. Viktor steigerte sich auf 1:02,44, aber bei allen dreien zeigte sich, das Fehlen der Trainingseinheiten in der Uni-Schwimmhalle, welche seit Wochen im Umbau ist, schmerzlich, denn es fehlte vor allem

„hinten raus“ an Geschwindigkeit. Dennoch konnten sich Peggy, Anne-Christin und Florian für die jeweiligen Finale am Nachmittag qualifizieren.
Im Finale konnte sich Florian bei 50m Brust nicht weiter steigern, da er im Rennen Wadenkrämpfe erlitt. Unsere routinierte Schwimmerin Anne-Christin konnte sich im Brustfinale indes auf eine 1:07,67 steigern und schloss den Wettkampf damit erfolgreich für sich ab.
Im 400m-Freistilfinale konnte Max seine gute Vorlaufzeit bestätigen (5:26,93) und das C-Finale für sich entscheiden. Für Peggy liefen die die Finals nicht ganz so erfolgreich. Sie konnte sich in beiden Finals zeitlich nicht steigern und kam über 50m Freistil auf Platz vier.

Am letzten Tag standen für Peggy noch einmal drei Rennen im Plan (200m Lagen, 100m Rücken und 50m Schmetterling), während ihre drei männlichen Kollegen, allesamt 200m unterwegs waren (200m Lagen für Max, bzw. 200m Brust für Viktor, Florian und Marcel).

Die drei letztgenannten absolvierten ihre Strecke alle mit Bestzeit, fanden sich aber nicht auf den vorderen Plätzen wieder. Max schwamm im 200m-Lagen-Vorlauf wiederum ganz dicht an seine aktuelle Bestzeit heran und qualifizierte sich für das B-Finale.

Peggy zog in allen drei Läufen in die Finalläufe ein, über 50m Schmetterling mit neuer persönlicher Bestzeit, in den beiden anderen dicht an ihr dran. Damit war klar, dass es noch ein anstrengender Nachmittag für sie werden sollte.

Im B-Finale über 200m Lagen konnte Max sich wiederum steigern und seine Bestzeit unterbieten, doch bei der starken internationalen Konkurrenz war leider ein vorderer Platz

Peggy Siegerehrungnicht möglich. Für Peggy begann mit dem letzten Wettkampfabschnitt ein kleiner „Marathon“, in dem sie innerhalb von einer Stunde alle drei Strecken vom Vormittag nochmals zu absolvieren waren. Über 100m Rücken schwamm sie knapp an der Bestzeit vorbei, konnte sich aber dennoch die Bronzemedaille in der Deutschen Wertung sichern. Danach hieß es 200m Lagen gut zu überstehen. Bei diesem Finallauf konnte sich Peggy achtbar schlagen, aber keine der begehrten Final-Medaillen aus dem Berliner Wasser fischen. Nach der Siegerehrung für die 100m Rücken konnte Peggy sich jedoch nochmal steigern und ihre Vorlaufbestzeit unterbieten. Verdienter Lohn war ihre dritte Bronzemedaille bei den Deutschen Meisterschaften 2016!

Das Resümee nach vier anstrengenden Tagen fällt positiv aus. Insgesamt 12 Mal erreichten sie die Finalläufe und alle Sportler schwammen neue Bestzeiten, so dass man mit der ganzen Mannschaft zufrieden sein kann!

Mannschaft BVLVielen Dank an die Trainer und Betreuer Claudia, Geert, Eric sowie Rainer und Physiotherapeutin Irina.

Protokoll der IDM Schwimmen 2016

Ausschreibung IDM Schwimmen 2016

Meldeliste IDM 2016

Livestream der IDM 2016 in Berlin.