Auf dem Weg nach Rio

Martin Schulz wird Weltmeister im Paratriathlon 2016

Der Countdown für die Paralympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro läuft, die Athleten befinden sich in der unmittelbaren Vorbereitung auf den sportlichen Höhepunkt der vergangenen vier Jahre.

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Auf dem Weg dahin hat BVL – Paratriathlon – Ass Martin Schulz fleißig für seine sportlichen Ziele gearbeitet. Schweiß ist geflossen, viele Trainingskilometer im Wasser und an Land wurden absolviert. Viele Höhen und auch einige Tiefen wurden durchlebt.
Als Vizeweltmeister kam Martin Ende Juli nach Rotterdam, als neuer Weltmeister verließ er die große holländische Hafenstadt wieder. Freilich ist die WM in diesem Jahr nicht der Wettkampf, trotzdem als eine wichtige Etappe auf dem Weg nach Rio anzusehen.

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Wie schon eine Woche zuvor bei den Deutschen Meisterschaften in Hamburg, hat Martin den Wettkampf aus dem vollen Training heraus bestritten. Nach der DM begab er sich zusammen mit einem kleinen deutschen Paratriathlonteam unter der Leitung des Bundestrainers Tom Kosmehl ins niedersächsische Bad Zwischenahn. Damit konnte man die später folgende Anreise nach Rotterdam relativ kurz gestalten und ersparte somit dem Team eine erneute lange Anreise und entsprechende Reisestrapazen.

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Wiederum wurde viel und hart trainiert, auch an Details gefeilt.
Das Rennen am 24.07.  lief ähnlich dem der EM zwei Monate zuvor. Eine kleine Gruppe von drei Athleten konnte sich beim Schwimmen bereits vom Hauptfeld absetzen,  darunter Martin.  Er erwischte dieses Mal einen Top – Wechsel auf das Rad,  schob sich dadurch gleich vor den nach dem Schwimmen etwa zeitgleichen Briten George Peasegood und einen Brasilianer. Leider waren die Streckenposten einen Moment unaufmerksam, waren nicht auf einen derart schnellen Wechsel vorbereitet und hatten nach dem Zubringer auf die Radrunde die Strecke an einem Punkt nicht exakt abgegrenzt. Hier bog Martin falsch ab. Er bemerkte den Fehler aber glücklicherweise rasch, sodass er prompt auf die richtige Strecke zurückkehrte. Durch diesen kleinen Irrweg verlor er ca. 30 Sekunden und traf auf der Strecke wieder auf den Briten. Beide kamen nach guter Radleistung etwa gleichauf  in die Wechselzone.
Nach einem wiederum schnellen Wechsel vom Rad zum Lauf zog Martin an und distanzierte den läuferisch schwächelnden Briten deutlich. Auch andere Konkurrenten konnten seinem hohen Tempo am Ende nicht folgen oder den Vorsprung entscheidend verkürzen.  Beim Zieleinlauf blieb die Uhr für ihn bei 1:01:25 Stunden stehen.
Martins Formkurve scheint also zu stimmen. In den kommenden Wochen wird noch ein wichtiger Vorbereitungslehrgang in Kienbaum stattfinden. Dort findet Martin Gelegenheit, mit den Junioren der DTU zusammen zu trainieren und weitere wichtige Körner für das Rennen am 10.09.  in Rio zu sammeln.

Wir danke dem Fotografen Ralf Kuckuck für die tollen Bilder.