Deutsche Kurzbahnmeisterschaften im Schwimmen 20.-22.11.2015 in Remscheid

Für Schwimmer gilt: Im Herbst wird sich fleißig auf der Kurzbahn bewegt. Und das nicht nur im Training. Auch im Wettkampf kämpfen die deutschen Vereine und Stützpunkte traditionell im November um die Titel „Deutscher Kurzbahnmeister“ und „Deutscher Kurzbahnjugendmeister“. Diese wurden wie schon in den Jahren 2012/2013 in Remscheid ermittelt.
Bei dieser Meisterschaft wollten auch Leipzigs schnelle Wassersportler ihr Können unter Beweis stellen und um die Vergabe der Titel einige Wörtchen mitreden.
Leider standen die Vorzeichen nicht ganz so positiv, da einige Asse meist aus krankheitsbedingten Gründen absagen mussten. An den Start im Remscheider Sportbad ging ein bunt gemischtes Team mit Sportlern unterschiedlicher Altersklassen: Anne – Christin Hoffmann als Mastersschwimmerin, Max Gelhaar und Marcel Ernst im Erwachsenenbereich sowie Peggy Sonntag, Florian Haaré und Tom Meixelsberger als Jugendsportler. Zusammen wollten sie beim herbstlichen Kräftemessen ihr Bestes geben, waren entsprechend hochmotiviert.

Zum Auftakt am Freitagnachmittag standen gleich die 1500m Freistil der Herren auf dem Programm. Völlig überraschend holte sich Max Gelhaar den Titel in der offenen Klasse auf dieser Strecke. Max schwamm hier ein super Rennendkm_15_1 in einer Zeit von 21:09,05 min. Schade dabei, dass Paratriathloneuropameister Martin Schulz sowie der Remscheider Hannes Schürmann in diesem Rennen fehlten. Zusammen hätte es sicher einen packenden Dreikampf geben können. Dieser Umstand sollte aber Maxs Leistung keinesfalls schmälern, denn er erreichte mit dieser Zeit erstmalig mehr als 700 Punkte, was erst einmal zu schlagen gewesen wäre.
Peggy Sonntags erster Start am Freitag war ebenfalls ein voller Erfolg: Sie kam in ihrer „Schokoladenschwimmart“ Brust über die 50m-Distanz auf eine tolle persönliche Bestmarke von 0:51,45 min. und 636 Punkte. Damit kam sie auf den 2. Platz in der Jugend A und den 5. Platzdkm_15_2 in der offenen Wertung. Nun merkte man, dass unsere älteren Jugendsportler langsam junge Erwachsene geworden sind und auch leistungsmäßig Anschluss an die „Großen“ geknüpft wird.
Tom Meixelsberger, der seit Sommer in Berlin trainiert, lieferte eine überzeugende Vorstellung über 100m Schmetterling ab: In seinem ersten Rennen kam er auf eine Zeit von 1:15,33 min. und wurde Zweiter der Jugend A.
Über 50m Brust gewann er am Freitag sogar in seiner Jugendkategorie (Jugend B) den Titel mit einer tollen neuen Bestmarke von 0:36,17 min.

Tag 2 (Samstag, 21.11.) wartete dann mit einem vollen Programm von früh bis zum Abend für unsere Sportler. Zwei Wettkampfabschnitte mit zahlreichen Einzelstarts waren zu absolvieren. Los ging es mit den 200m Lagen – eine durchaus anspruchsvolle Strecke. Max und Tom, die tags zuvor schon sehr gut unterwegs, meisterten diese Hürde bravurös und konnten ihre Bestleistungen ganz deutlich steigern. Max wurde in der offenen Klasse Dritter (!) und Tom in der Jugend B Zweiter. Beide Athleten „spulten“ ihr Pensum während des gesamten Tages souverän ab und schwammen weiter von Bestleistung zu Bestleistung, als ob dies die einfachste Sache überhaupt wäre. Dies zeigt, dass in den vorangegangenen Wochen und Monaten schon gute Trainingsgrundlagen geschaffen wurden. Als Max die 200 Meter Rücken noch gewann, durfte er sich nun schon „Zweifacher Deutscher Kurzbahnmeister“ nennen.

Für Florian Haaré, der am Freitag überdkm_15_3 50m Brust noch nicht den gewünscht guten Einstieg in den Wettkampf fand, liefen die 200m Rücken nun wesentlich besser – er zeigte in 5:25,38 min. eine gute Leistung . Leider reichte seine Zeit nicht ganz für Edelmetall aus, trotzdem konnte sich „Flo“ über eine persönliche Bestzeit freuen.

In der weiblichen Jugend A konnte sich Peggy Sonntag den Jugendmeistertitel über dieselbe Strecke sichern. In 4:00,67 min. blieb sie zudem deutlich unter ihrer alten Bestmarke. Leider hatte sie beim Wettkampf nicht nur mit der Konkurrenz zu kämpfen, sondern auch mit einer Erkältung. Man merkte ihr an, dass trotz Bestzeiten und Medaillen hier und da einige Körner fehlten. Sicher ist noch mehr Potential vorhanden, das aber krankheitsbedingt nicht abrufbar war. Auf den letzten Wettkampftag wurde bei ihr aus gesundheitlichen Gründen vorsichtshalber verzichtet.

dkm_15_4Als letzte Wettkampfstrecke des Samstagvormittages standen die 100m Kraul an. Peggy und Max schwammen jeweils persönliche Bestzeiten, konnten sich allerdings in ihren Wertungsklassen nicht weit vorn platzieren. Dafür belegte Anne-Christin Hoffmann bei den Masters den ersten Platz in einer Zeit von 1:44,12 min. Anne war einmal mehr die Verlässlichkeit in Person, wenn es um gute Leistungen und vordere Platzierungen ging. Sie „räumte“ bei den Masters mit 6 Titeln gehörig ab und war wieder ein wichtiger „Pfeiler“ des Teams.

Für Marcel Ernst, Neuling bei den Kurzbahnmeisterschaften, lief der Wettkampf noch zweigeteilt: Im Brustschwimmen (50m/100m/200m) konnte sich Marcel stets verbessern und Bestzeiten erreichen. Diese blieben ihm im Kraulschwimmen leider noch versagt. Ganz zufrieden war Marcel deswegen selbst nicht und versprach, noch zielstrebiger im Training zu arbeiten, damit es auch beim Kraulen das nächste Mal besser klappt.
Am Samstagnachmittag standen weiteredkm_15_5 Strecken an wie 100m Brust (Peggy: 1. Platz Jgd. A, Tom 2. Platz Jgd. B, Florian 9. Platz Jugend B), 200m Kraul (Max 5. Platz offen), 100m Lagen (Peggy 2. Platz Jgd.A, Tom 2.Platz Jgd.B) und 50m Rücken (Anne-Christin 1. Platz Masters, Peggy 2. Jgd.A, Florian 16.Platz Jgd.B) an.
Am Sonntagmorgen waren dann mit 50m Kraul, 100m Rücken und 200m Brust die letzten Einzelstrecken zu absolvieren: Die Sportler setzten ihre guten Leistungen der vorangegangenen Tage fort. Über 200m Brust konnte Florian in einer guten Zeit von 5:45,83 min. Bronze in der Jugend B erkämpfen.
Am Ende des Wettkampfes wartete man gespannt auf die Qualifikation für die zuletzt stattfindenden Mehrkampffinals. Leider schaffte es kein Sportler aus Leipzig, in die Endläufe zu kommen, was als kleiner Wermutstropfen zu sehen ist. Sicher war es auch durch die Wertungsklassen nicht einfach, sich zu qualifizieren. Für Tom zum Beispiel war es trotz starker Leistungen kaum möglich, da er als B-Jugendlicher zusammen mit den Sportlern der A-Jugend und der offenen Klasse, um einen Finalplatz kämpfen musste. Vor Jahresfrist waren es aber 3 Teilnahmen mit einem Mehrkampfsieg. In diesem Jahr gingen wir hier leider leer aus.
Alles in allem gab es viel Positives von diesem Wettkampf mitzunehmen. Doch es muss weiter im Training fleißig gearbeitet werden, da die Konkurrenz bekanntlich nicht schläft.IMG_0902_2

Teilnehmer der Deutschen Kurzbahnmeisterschaften 2015:

Sportler:

Anne-Christin-Hoffmann (Masters)

Peggy Sonntag (Jugend A)

Max Gelhaar (Männer)

Marcel Ernst (Männer)

Florian Haaré (Jugend B)

Tom Meixelsberger (Jugend B)

Trainer/Betreuer:

Claudia Knoth

Irina Scholich

Rainer Haaré

Nico Gehre

Eric Werner

Protokoll der DKM 2015