Vortrag der Paralympicsteilnehmer in der Albert-Schweitzer-Schule Leipzig
| Mein Name ist Christian Goldbach. ich bin 27 Jahre alt und seit nun mehr
12 Jahren im Schwimmsport aktiv. Meine größten Erfolge sind ein
4. Platz über 200 Freistil in Athen und ein 2. und 3. Platz zur Weltmeisterschaft 2002 in Argentinien. |
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Zusammen mit Stefan Wischnewski (Sitzvolleyball) bei einer vierten Klasse in der Albert-Schweitzer-Schule zu Besuch.
Dort berichteten wir an Hand von mitgebrachten Fotos und Diabildern über die Paralympics in Athen. Stafn machte den Anfang. Er zeigte den
Kindern Dias vom Paralympischen Dorf und den Sportstätten. Für die Kinder war es sehr interessant zu sehen und zu hören, wie Stefan seinen
Sport ausübt.
Nachdem er mit seinen Bericht fertig war, konnte ich mit meinen Eindrücken und Fotos beginnen zu erzählen. So schilderte ich kurz die Anreise
der Schwimmer und die Ankunft im Dorf. Anfangs noch etwas zurückhaltend aber mit der Zeit fragten die Kinder immer öfter nach. Ob wir
zum Beispiel die selben Spoprtstätten nutzten wie die Sportler der Olympischen Spiele zuvor? Oder wie viele Sportler ais wie vielen Ländern
teilnahmen? Ganz erstaunt waren sie auch darüber, dass man rund um die Uhr etwas Essen konnte. Ich erklärte, dass das mit dem Beginn und
Ende der verschiedenen Wettkämpfe zusammenhing. Nach etwa einer guten Stunde verabschiedeten wir uns von der Klasse.
Als Dankeschön für unsere Ausführungen bekamen wir von den Schülern ein kleines Geschenk überreicht.
Ich hoffe, dass es etwas dazu beigetragen hat, den behindertensport den Schülern naher zu bringen und zu zeigen, dass man mit einer Behinderung
Sport treiben kann.
Christina Goldbach
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Arbeitsgemeinschaft Schwimmen und Sport der Filatowschule Leipzig
In Kooperation mit der Filatowschule für sehschwache und blinde Schüler konnte der BV Leipzig im September 2004 ein Arbeitsgemeinschaft Schwimmen
mit 8 jungen Sportlern und eine Arbeitsgemeinschaft Sport mit 12 Kindern einrichten. Durchgeführt wird dies von einem Trainer des BV Leipzig. Ziel ist
natürlich, junge talentierte Sportler zu sichten und sie für den Vereinssport zu animieren. Acht der teilnehmenden Schüler konnten für den Verein gewonnen
werden und haben erste Wettkampferfahrungen sammeln können.
Nach der erfolgreichen Durchführung in diesem ersten Schuljahr wird das Projekt im Schuljahr 2005 / 2006 fortgesetzt.
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Projektwoche 2004 des Gustav-Hertz-Gymnasium Leipzig
Auf Bestreben des Sportlehrers Christoph Baron kam es in der Projektwoche des
Gustav-Hertz Gymnasiums vom 15. - 18.06.2004 zu einem Zusammentreffen von Schülern des
Gymnasiums mit Sportlern und dem Trainer des Sitzvolleyballteams des
Behindertensportverbandes Leipzig (BVL) Tilo Garlin. Angeregt durch eine ähnliche
Veranstaltung im Rahmen der Projektwoche 2003 des Brockhaus Gymnasium waren die
Sitzvolleyballer sofort bereit, aktiv an dieser Veranstaltung teilzunehmen.
An 3 Tagen wurden die 22 Schüler des Gymnasiums mit den Alltagsproblemen von Menschen
mit Behinderung aktiv konfrontiert, sei es im Gespräch mit dem Nationalkader Stefan
Wischnewski oder durch einen Diskussionsbeitrag des Sportfreundes Uwe Rätz oder den
Praxiseinheiten mit Sandy Lietz und David Krause.
Am ersten Projekttag stellte Tilo Garlin den BVL und seine verschiedenen Sportgruppen
vor. Er informierte danach über seine Übungsgruppe, die Sitzvolleyballer, deren
Entwicklungsgeschichte und Ergebnisse bei Wettkämpfen und Veranstaltungen. Anschließend
erfuhren die Schüler etwas über den Alltag behinderter Menschen, ihren Problemen in der
Gesellschaft und die Bedeutung des Sportes bei der Eingliederung der Behinderten nach
Unfällen oder anderen Erkrankungen oder schwerwiegenden Krankheiten in die Gesellschaft.
Nachdem die Schüler ein Video über Benjamin Oesch (einem ehemaligen BVL - Sportler und
jetzigem Nationalkader-Behinderung: Umkehrplasik nach Knochenkrebs) gesehen hatten, in
dem der Leidens- und Erfolgsweg eines Jugendlichen nach einem Krebs dargestellt wurde,
herrscht betroffenes Schweigen. So wurden sie noch nie mit solchen Problemen konfrontiert...
Anschließend trafen sich die Schüler in der Sporthalle zur ersten Praxiseinheit. In der
kleinen Halle starteten die Schüler unter der Anleitung des BVL-Trainers die ersten Versuche
in dieser ungewohnten Art des Volleyballspieles und schon jetzt wurde deutlich, dass dies nicht
einfach werden würde. Die interessiert zuschauenden Aktiven lernten die spezifischen Techniken
im Sitzen kennen und versuchten sie selbst umzusetzen.
Schon jetzt konnte T. Garlin feststellen, dass die Schüler sehr gute sportliche und
technische Voraussetzungen hatten.
Der nächste Tag begann wieder in der Sporthalle unter der Anleitung des Kapitäns der
BVL- Mannschaft und Nationalspielers Stefan wischnewski. Gespannt lauschten die Schüler
seinen Ausführungen über seinen sportlichen Weg im Verein und der Nationalmannschaft.
Platz 3 bei den Deutschen Meisterschaften, Vize- Europameister, Vizeweltmeisterschaft
und Platz bei den Paralympics in Sydney waren Meilensteine seiner Entwicklung. Er
verdeutlichte die Möglichkeit trotz eines Handicaps sportliche Erfolge und
Höchstleistungen möglich sind.
Es folgte eine zünftige Erwärmung, bei der die Aktiven ordentlich ins Schwitzen kam.
Bei den anschließenden Übungsformen im Sitzen wurde deutlich, wie problematisch sich
doch die Umsetzungen der Techniken in dieser ungewohnten Art des Volleyballs gestaltete.
Stefan Wischnewski, und die hinzugestoßenen Sportler Sandy Lietz und David Krause gaben
zahlreiche Tips und demonstrierten die optimale Technik. Erste Erfolge stellten sich
ein und es begann interessant zu werden - es machte Spaß.
Mit einer Demonstration ihres Könnens im Rahmen eines Abschlussspiels von David und
Stefan gegen eine "Schülerauswahl" ging die Praxiseinheit mit dem Erfolg der
BVL -Sportler zu Ende. Im Anschluss daran berichtete David Krause über seine
Entwicklung vom Fußballer zum Sitzvolleyballer und seine Krankheit (er hat wie Benjamin
Oesch eine Umkehrplastik nach einem Knochenkrebs am Bein). Durch seine erfrischende und
direkte Art begeistere er alle Teilnehmer des Projektteams (nicht nur die weiblichen ).
Mit seinem ihm eigenen Humor und Lebensoptimismus beantwortete David die zahlreichen
Fragen der Schüler Zwischenzeitlich stieß Frau Pilz (Lehrerin am Gymnasium, Fach Ethik)
zu der Veranstaltung und nahm an der Diskussion teil.
Zwei Videos über die Paralympics in Atlanta 1996 und Sydney 2000 beendeten den zweiten
Projekttag. Hier wurden die verschieden Paralympic - Sportarten und die Geschichte der
Spiele der Behinderten vorgestellt.
Der dritte Projekttag begann mit einer Gesprächsrunde über ethische Aspekte von
Menschen mit Behinderungen und Ableitung des Handelns im Alltag. Gegen Mittag begann
die dritte Praxiseinheit. Herr Garlin hatte Lose vorbereitet um die 4 Mannschaften
zusammenzustellen, denn es sollte ein kleines Turnier durchgeführt werden. Sandy Lietz
und David Krause ergänzten die Mannschaften und es entwickelte sich ein Turnier mit
beachtlichem Niveau. Die Schüler kämpften ehrgeizig um jeden Punkt.
Am Ende des Turniers teilte der als Schiedsrichter fungierende Trainer an alle
Teilnehmer T-Shirts des Sächsischen Behinderten - und Versehrtensportverbandes aus.
Die Spieler der Siegermannschaften erhielten einen Vereinswimpel des BVL als Belohnung
für ihr erfolgreiches Abschneiden.
Am Abend besuchten die Projektteilnehmer die Sportler des BVL bei ihrem Training in
ihrer Sporthalle in der Nähe des Zentralstadions. Einige hatte Sportkleidung mitgebracht
und wurden in die Mannschaften eingegliedert und sie begeisterten die
Behindertensportler mit ihrem Engagement und den guten sportlichen Leistungen.
So manches Schulterklopfen und Abklatschen bei Erfolg- oder Misserfolg demonstrierte,
dass die Schüler akzeptiert wurden und fast schon zum Team gehörten. Eltern, die ihre
Kinder abholten konnten sich von der gelungenen Veranstaltung überzeugen, denn ihre
Kinder hatten zu Hause schon einiges von ihren neuen Partner berichte.
Freitag war der Abschlusstag und die Projektteilnehmer demonstrierten und
präsentierten das, was sie in den Tagen gelernt hatten. Zahlreiche Einzelaufgaben wurden
am Stand vorgestellt, sei es zum Regelwerk, den Vergleichen Sitzvolleyball -
Standvolleyball, Erfahrungsberichten usw.
Im Anschluss daran erfolgte die Präsentation in der Sporthalle mit einem
Demonstrationsspiel. Hier wiesen die Mitglieder des Projektteams was sie in der Praxis
gelernt hatten und dies schaute gut aus. Der Beifall der zahlreichen Zuschauer
bestätigte die positiven sportlichen Leistungen.
Zum Ende der Veranstaltung überreichte der Trainer des BVL Herrn Baron ein T-Shirt und
einen Wimpel der griechischen Nationalmannschaft, die vor einigen Wochen an einem
Sitzvolleyballvergleich gegen Leipzig teilgenommen hatten. Die kleinen Geschenke
sollten die Schüler animieren, sich Wettkämpfe der Paralympics im September im Fernsehen
anschauen (die griechische Mannschaft und die deutsche Nationalmannschaft mit Stefan
Wischnewski nehmen daran teil). Mit einem spontanen Beifall endeten die gemeinsame
Projektwoche, die für die Sportler des BVL und die Schüler ein gelungene Veranstaltung
war. Am Wochenende bei der Lipsiade besuchte Herr Garlin die Schülermannschaften bei
ihren Wettkämpfen und feuerte sie an.
Mit Sicherheit werden die Sportler Behinderten zukünftig anders begegnen,
damit wäre eines der wichtigsten Ziele der gemeinsamen Tage erreicht.
Der Behindertensportverein Leipzig bedankt sich bei der Schule, speziell auch bei Frau
Pilz und Herr Baron, sowie den Schülern für diese beeindruckenden Tage und bot an dies
zu wiederholen. Der Behindertensportverein erwägt im kommenden Jahr ein
Sitzvolleyballturnier für Gymnasien zu organisieren um so noch mehr Schüler mit dem
Behindertensport zu konfrontieren.
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letzte Änderung: 28.02.2010