- 20.Internationaler Werner-von-Siemens-Cup 2009 -
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20.Internationaler Werner-von-Siemens-Cup Sitzvolleyball in Hamburg

Leipziger Sitzvolleyballer in der Finalrunde

Ein erlesenes Teilnehmerfeld stellte sich bei der 20. Auflage des traditionsreichsten Sitzvolleyballturnier Deutschlands am 13. u. 14.06.2009 in Hamburg ein. Unter den 12 Mannschaften waren auch die deutschen Spitzenteams Leverkusen, Berlin und der Pokalsieger von 2008 -Leipzig, sowie Gäste aus Bosnien, Finnland, Dänemark und den Niederlanden. Von Interesse war auch die Teilnahme der Volleyballmannschaft aus Pinneberg (Volleyball –Landesliga), die nachweisen wollten, dass auch Sportler ohne Behinderung mit den Spezialisten mithalten wollten.
Die Leipziger Sitzvolleyballer reisten mit dem Ziel in Hamburg an, den Pokalerfolg des Vorjahres zu wiederholen. Gleich im ersten Spiel des Turniers wartete das bosnische Team aus Brezna auf die Spieler um Kapitän Marko Schmidt, das bereits 2008 besiegt wurde. Mit einer konzentrierten Mannschaftsleistung, besonders in der Annahme, der Aufgabe und im Block wurde der erste mit 25:16 überraschend klar gewonnen. Im zweiten Satz steigerten sich die Spieler aus dem Land des Weltmeisters und setzten die Leipziger unter Druck, der Sieg ging jedoch mit 25:23 an Leipzig. Die erste Hürde zum Weg in die Finalrunde war überstiegen.
Das Team aus Kopenhagen war der nächste Gegner, doch der hatte keine Spur einer Chance, obwohl alle Auswechselspieler zum Einsatz kamen . Es galt Kräfte für das nachfolgend schwere Spiel gegen das Spitzenteam aus den Niederlanden Volleer zu sparen. Gleich der erste Satz ging an die variabel aufspielenden Holländer, doch das animierte die Leipziger und sie gewannen den zweiten Satz mit 25:20.Das Nahziel – Finalrunde_ rückte näher.
Magdeburg und die Standvolleyballer aus Pinneberg sollten klar zu beherrschen sein und so war es denn auch und auch die Wechselspieler konnten ihre Leisatungen unter Beweis stellen. Mit nur einem Satzverlust führte der BVL am Ende des Spieltages die Tabelle in ihrer Staffel souverän an.
In der anderen Staffel ging es knapper zu. Die Teams aus Kotka, Leverkusen, Berlin und Holyoke meldeten ihre Ansprüche auf den Einzug in die Finalrunde an. Überraschend musste Leverkusen sich mit 0:2 dem finnischen Team geschlagen geben. Diese verloren wiederum deutlich 0:2 gegen die starkauftrumpfenden Berliner, die ihre stärkste Leistung in diesem Turnier spielten.
Berlin gelang wiederholt kein Satzgewinn gegen den immer stärker aufspielenden Deutschen Meister aus Leverkusen, obwohl mit dem nach langer Pause wieder eingesetzten Alexander Schiffler und dem zu Berlin gewechselten Ex-Leipziger Peter Schlorf zwei starke Angriffsspieler mitspielten. Holyoke, ebenfalls mit einigen aktuellen Nationalspielern antretend, verlor seine Spiele gegen Kotka und Berlin nur knapp und belegte Platz 3 in der Staffel B. Gastgeber Hamburg und London gelang es nicht in die Phalanx der Spitzenmannschaften einzudringen und belegten Platz 5 und 6 in der Vorrunde.
Erstmalig seit vielen Jahren luden die Hamburger am Abend des ersten Spieltages zu einem gemeinsamen Essen in der Kantine der Sporthalle ein, was von den teilnehmenden Teams mit großem Appetit angenommen wurde. Eine weitere Überraschung war die Einladung des Hauptsponsors zu einer zünftigen Stadtrundfahrt mit 2 Doppelstockbussen durch das abendliche Hamburg.
Am nächsten Morgen ging es dann wieder an das Netz. Die Halbfinals standen an. Leipzig spielte gegen den Zweitplazierten der Staffel B – Kotka. Es wurde das erwartet schwere Spiel gegen die angriffs- und blockstarken Finnen, deren Abwehr fast unüberwindlich erschien. Sie die „älteren und schwergewichtigen Spieler verpassten den Leipzigern eine Lehrstunde und gewannen den ersten Satz mit 25:17. Das wollten und konnten die Spieler um ihren besten Angreifer Christoph Herzog nicht zulassen und sie kämpften mit großem Einsatz.
Beim 27:25 Sieg keimten die Hoffnung auf die erfolgreiche Pokalverteidigung noch einmal auf. Am Ende fehlte die Konzentration und die kraft – der heimliche Turnierfavorit gewann den Entscheidungssatz verdient 15:10. Im anderen Halbfinalspiel gewann Leverkusen relativ sicher gegen Brezna 2:0. Damit standen die Finalpaarungen fest:
Leverkusen – Kotka (Spiel um Platz 1) und Leipzig – Brezna (Spiel um Platz 3) Die Leverkusener wollten sich für die Niederlage in der Vorrunde revanchieren und nach vielen Jahren Pause den Pokal mit nach Hause nehmen. Nach gewonnenem ersten Satz wurde es im zweiten Satz zum Satzende noch einmal knapp, doch setzten sie sich am Schluß nach einigen umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen verdient 27:25 durch. Das Spiel um den 3. Platz endete 2:0 für Brezna, Nachdem der erste Satz mit 28:26 denkbar knapp zu Gunsten der Bosnier ausging knüpften die Leipziger nicht mehr an die Leistung der Vorrunde an. Enttäuscht verließen sie das Spielfeld, denn eine bessere Platzierung war möglich gewesen, sogar die Pokalverteidigung. Berlin erreichte durch einen 2:0 Sieg über Pinneberg den 5. Platz. Gastgeber Hamburg sicherte sich durch den 2.0 Erfolg über Magdeburg den 9.Platz vor London und Kopenhagen.
Bei der Siegerehrung zollten die teilnehmenden Mannschaften dem Veranstalter TH Eilbeck, dem internationalem Schiedsrichterteam und dem Organisationsteam der Firma Siemens lang- anhaltenden Beifall für die perfekte Organisation und Durchführung des Turniers. Neben den sehr schönen Pokalen warteten noch für jeden Spieler ein kleines Gastgeschenk der Firma Siemens, damit sie gestärkt die Heimreise antreten konnten.
Die Leipziger spielten mit
Thomas, Bachmann, Jan Gey, Hamed Hajizada, Christoph Herzog, Steffi Langnau, Elie Manirarora, Benjamin Oesch, Marko Schmidt,
Trainer Tilo Garlin

20. Werner-von-Siemens-Cup Sitzvolleyball 2009

Ergebnisse
Vorrunde                          
Staffel A        
    Sätze Spielpunkte
Leipzig -Breza 2:0 (25:16,25:23)
  -Volleer 1:1 (21:25,25:20)
  -Pinneberg 2:0 (25:10,25:15)
  -Magdeburg 2:0 (25:14,25:15)
  -Kopenhagen 2:0 (25:10,25:09)
Breza -Volleer 2:0 (25:22,25:19)
  -Pinneberg 2:0 (25:14,25:13)
  -Magdeburg 2:0 (25:07,25:10)
  -Kopenhagen 2:0 (25:19,25:07)
Pinneberg -Magdeburg 1:1 (25:16,18:25)
  -Kopenhagen 2:0 (25:08,25:18)
Magdeburg -Kopenhagen 2:0 (25:19,25:20)

Endstand                  
  Spielbälle Diff. Sätze Punkte
1.Leipzig 246:157 89 9: 1 8
2.Breza 239:165 74 8: 2 6
3.Volleer 236:177 59 7: 3 4
4.Pinneberg 176:217 - 41 3: 7 - 4
5.Magdeburg 162:232 - 70 3: 7 - 4
6.Kopenhagen 139:250 -111 0:10 -10

Staffel B                          
    Sätze Spielpunkte
Leverkusen -Kotka 0:2 (23:25,21:25)
  -Holyoke 2:0 (25:18,25:23)
  -Berlin 2:0 (25:16,25:23)
  -Hamburg 2:0 (25:17,25:17)
  -London 2:0 (25:17,25:06)
Kotka -Holyoke 2:0 (29:27,25:18)
  -Berlin 0:2 (21:25,21:25)
  -Hamburg 2:0 (25:14,25:22)
  -London 2:0 (25:09,25:10)
Holyoke -Berlin 2:0 (25:20,25:15)
  -Hamburg 2:0 (25:12,25:15)
  -London 2:0 (25:07,25:19)
Berlin -Hamburg 1:1 (20:25,25:18)
  -London 2:0 (25:11,25:16)
Hamburg -London 2:0 (25:14,25:17)

Endstand                  
  Spielbälle Diff. Sätze Punkte
1.Leverkusen 244:187 57 8: 2 6
2.Kotka 239:165 52 8: 2 6
3.Holyoke 236:192 44 6: 4 2
4.Berlin 219:212 7 5: 5 0
5.Hamburg 190:226 - 36 3: 7 - 4
6.London 126:250 -124 0:10 -10


Zwischenrunde                          
    Sätze Spielpunkte
Kotka - Leipzig 2:1 (25:17,25:27,15:10)
Leverkusen - Breza 2:0 (25:23,25:11)
Pinneberg - Holyoke 2:1 (15:25,25:23,15:13)
Berlin - Volleer 2:0 (25:22,25:17)
Magdeburg - London 2:0 (25:25:19,25:20)
Hamburg - Kopenhagen 2:0 (25:17,25:23)


Endrunde                                              
Spiel um Platz 11      
London - Kopenhagen 2:1 (25:20,25:23,15:13)
Spiel um Platz 9      
Hamburg - Magdeburg 2:0 (25:15,25:15)
Spiel um Platz 7      
Volleer - Holyoke 2:1 (20:25,25:23,15:13)
Spiel um Platz 5      
Berlin - Pinneberg 2:0 (25:18,25:13)
Spiel um Platz 3      
Breza - Leipzig 2:0 (28:26,25:16)
Spiel um Platz 1      
Leverkusen - Kotka 2:0 (25:22,26:24)


Endstand

1.TSV Bayer 04 Leverkusen/Deutschland

2.KSI Kotka Team/Finnland

3.OKI Breza/Bosnien

4.BV Leipzig/Deutschland

5.PSC Berlin/Deutschland

6.VfL Pinneberg/Deutschland

7.Volleer Leersum/Niederlande

8.BVC Holyoke/Niederlande

9.THeilbeck Hanburg/Deutschland

10.HSV Medizin Magdeburg/Deutschland

11.London Lynx/Großbrittanie

12.Lavia Kopenhagen/Dänemark


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letzte Änderung: 27.02.2012