Deutsche Kurzbahn-Meisterschaft 2014 der Schwimmer in Riesa

Nach längerer Abstinenz fanden die Deutschen Meisterschaften auf der kurzen Bahn wieder einmal einen sächsischen Ausrichter. Die Sportstadt Riesa gab sich vom 14. – 16.11.2014 die Ehre, die diesjährigen Titelkämpfe im kleinen Becken auszutragen. Mit schöner Sportstätte, guter Organisation und relativ reibungslosem Ablauf präsentierte man sich als würdiger Gastgeber.

Schwimmhalle Riesa

Dazu passten auch die Leistungen der Sportler des BV Leipzig. Die junge Mannschaft um „Altmeister“ Martin Schulz konnte mit zahlreichen persönlichen Bestzeiten, Jugendtiteln und Finalteilnahmen überzeugen.

Die diesjährige Meisterschaft wartete mit einigen Veränderungen im Ablauf auf. Das Wettkampfprogramm erweitert, so dass die Meisterschaften nun an drei Tagen stattfinden.

Tom Meixelberger
Erstmals wurden auch auf der Kurzbahn Finals ausgetragen. Es bestand die Möglichkeit, an einem Mehrkampf teilzunehmen, bei dem die besten drei von vier möglichen 50er oder 100er Strecken + 100m oder 200m Lagen punktemäßig addiert wurden. Befand man sich in dieser Punkte-Summe unter den sechs besten Mehrkämpfern, so winkte eine Finalteilnahme.

Ein Sieg im kleinen Mehrkampf der Jahrgänge 2001 und jünger gelang Tom Meixelsberger (Jg. 2001). Der junge Athlet vom Paralympischen Trainings- stützpunkt in Leipzig setzte sich im Finale des Mehrkampfes über 200m Freistil endgültig durch und wurde wenig später für seine durchweg guten Wettkampfleistungen mit dem 1.Platz und einem Pokalgewinn belohnt.
Ähnlich gut setzte sich Peggy Sonntag (Jg.1999) in Szene, die über die drei Wettkampftage konstant gute Leistungen bot, eine Bestzeit nach der anderen schwamm und ebenso im Finale des kleinen Mehrkampfes „landete“.
Als sechstbeste Schwimmerin hatte sie sich für das Finale qualifiziert. Allerdings war es das Finale der „Großen“, da sie schon in der Kategorie „Jg. 2000 und älter“ an den Start gehen musste. So blieb nach ihren 200 Freistil am Ende Platz sechs, der aber angesichts der älteren Konkurrenz ein sehr gutes Resultat war.Martin Schulz

Martin Schulz nahm ebenfalls am Mehrkampf teil. Er schwamm alle 100er – Strecken sowie 200m Lagen. Dabei gewann der Europa– und Weltmeister im Paratriathlon immerhin drei Medaillen in der offenen Klasse (jeweils Dritter über 100m Rücken/200m Lagen/1500m Kraul).
Im anschließenden 400m – Kraulfinale wurde er Fünfter und war hinterher ziemlich „platt“. Mit den Zeiten war Martin zwar nicht ganz zufrieden, doch nach nur kurzer Trainingsphase nach seiner Saisonpause erwartete man auch nicht unbedingt beste Ergebnisse.

Doch auch andere Leistungen des Teams waren sehr bemerkenswert.Florian Haare
So konnte Florian Haaré (Jg. 2000) einen sehr guten Wettkampf zeigen. Bei seinen sechs Einzelstarts kam er viermal auf Platz 1, einmal wurde er Dritter. Dabei erreichte er fünf persönliche Bestzeiten.
Max Gelhaar (Jg. 1997), der seinen letzten großen Wettkampf als Jugendlicher bestritt, kam nach längerer Verletzungspause mit guten Leistungen zurück. Er wurde über 100m Schmetterling Zweiter und über 400m sowie 800m Kraul jeweils Dritter in der Jugend A.

Laura Wrobel (Jg.1998) konnte über sich ebenfalls über Edelmetall freuen. Sie wurde über 200m Kraul Zweite und über 400m Kraul Dritte in der A-Jugend.
Die erfahrene Masters-Schwimmerin Anne-Christin Hoffmann wurde jeweils Deutsche Meisterin über 50m Kraul, 100m Kraul und 50m Rücken.

Und der A-Jugendliche Marco Zwillus konnte bei seinen fünf Starts viermal persönliche Bestzeit erreichen.

Zum Abschluss des Wettkampfes am Sonntagnachmittag belegte die 4x50m Lagenstaffel männlich mit Martin Schulz, Florian Haaré, Tom Meixelsberger und Max Gelhaar den zweiten Rang hinter dem SC Potsdam.Staffelmannschaft

 

 

 

 

 

Am Ende der Wettkämpfe stand für die Schwimmer vom BV Leipzig folgende Bilanz zu Buche:
Im Jugendbereich wurden 24 Medaillen gewonnen. Dazu kamen jeweils 3 Medaillen in der offenen Klasse sowie im Mastersbereich. Ein Mehrkampfmeister kommt aus Leipzig. Einige Finalteilnahmen kamen hinzu.

Auch wenn dem Schwimmteam momentan etwas die erwachsenen Sportler fehlen, so bedeuten die Ergebnisse eine spürbare Verbesserung gegenüber den vergangenen beiden Jahren und spiegeln eine positive Entwicklung vor allem im Nachwuchs wider.

 

Leipziger Teilnehmer der Deutschen Kurzbahnmeisterschaften 2014:

hinten (v.l.n.r): Martin Schulz, Max Gelhaar, Eric Werner, Geert Jährig
mitte: Claudia Knoth, Anne-Christin-Hoffmann, Laura Wrobel, Irina Scholich (Physio)
vorn: Peggy Sonntag, Florian Haaré, Marco Zwillus, Tom MeixelsbergerDie Mannschaft des BVL´s

Protokoll der DKM in Riesa 2014
Ausschreibung+DKM+2014