Leipziger Sitzvolleyball spielen Finale beim 26. Werner-von-Siemens Cup in Hamburg

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Ein fast perfektes Wochenende erspielten sich die Sitzvolleyballer des paralympischen Stützpunktes aus Leipzig beim internationalen Turnier in Hamburg. Beim größten Kräftemessen im Paravolley in Mitteleuropa, nahmen in diesem Jahr 16 Mannschaften aus 6 Ländern teil. Die weitesten Anreisen hatten 2 Teams aus Kanada, die mit ihren Nationalmannschaften zur Vorbereitung auf die Pan American Games im August in Toronto ihre Vorbereitung auch in Deutschland absolvierten, sowie die starke Mannschaft aus Zagreb, welche zugleich die Nationalmannschaft Kroatiens ist.
Die Vorrundengruppe der Leipziger war ein lockeres Einspielen und alle Spiele wurden 2:0 gewonnen. Gegner waren Leverkusen 2, Kanada 2 und der Gastgeber Hamburg. Der Trainer Bernd Zimmermann probierte viele verschiedene Aufstellungen in diesen Spielen aus, um die beste Angriffs- und Blockaufstellung heraus zu finden. Das erste KO-Spiel wurde dann gegen Magdeburg als Viertelfinale ausgetragen und konnte durch intelligente Aufschlagtaktik und Eigenfehlervermeidung klar für die Leipziger entschieden werden. Somit war der erste Turniertag beendet und konnte mit einer abendlichen Hafenrundfahrt bei schönstem Wetter abgerundet werden.
Am Finaltag wartete der Dauergegner und Erzrivale von Bayer 04 Leverkusen im Halbfinale. Beide Mannschaften traten in nahezu Bestbesetzung an und zeigten allen Besuchern und den anderen Teams, warum sie in Deutschland die besten aktuell sind. Eine eng geführtes Spiel, mit einem am Ende der beiden Sätze entscheidenden Vorteil für Leipzig, so dass das Spiel auch 2:0 für den Trainingsstützpunkt Leipzig ausging.
Somit stand im Finale Zagreb als Gegner fest, die die Landesauswahl Rheinland Pfalz, immerhin mit 5 Nationalspielern Deutschlands besetzt, geschlagen haben. Für die Leipziger war es eine Umorientierung in diesem Spiel, da die Spieler aus dem ehemaligen Jugoslawien allesamt größer und Block höher waren. Dieses Merkmal setzte sie über das gesamte Spiel deutlich durch und somit konnten sie in den entscheidenden Phasen die Oberhand bewahren. Im 2. Satz verspielten die Leipziger leider auch noch eine 17:11 Führung und verloren den Satz mit 25:22. Schade.
Aber ein Achtungserfolg wurde erzielt, als beste deutsche Mannschaft abzuschneiden. Das gibt Mut und Zuversicht für die Deutsche Meisterschaft in einigen Wochen.
Auch die zweite Mannschaft des BVL schlug sich wacker und konnte vor Leverkusen 2 den 11. Platz des Turniers erreichen.

Team_Leipzig_1
Hinten von links: Trainer Bernd Zimmermann, Marco Schmidt, Alexander Schiffler, Stefan Wischnewski, Christoph Herzog, Benny Oesch
Vorne von links: Erik Schmidt, Florian Singer, Kazem Maarouf