Deutsche Meisterschaft Sitzvolleyball 2018

Best of the Rest

Am 13.10.2018 machten sich 5 wackere Leipziger Sitzvolleyballer (Sandy, Uwe, Thomas, Tom und Steffen) zu früher Stunde auf in unsere schöne Hauptstadt zur Deutschen Meisterschaft im Sitzvolleyball. Zwei Mann (Stefan und Rico) waren schon vorausgefahren und 4 nicht zu ersetzende Stammspieler leider nicht mit an Bord. Eine Chance für die zweite Reihe Spielpraxis zu sammeln und die Vorgabe unseres (urlaubenden) Trainers, „bessere Platzierung als im letzten Jahr“, zu erfüllen. Es ging also nicht, wie in früheren Jahren, um den Titel, sondern um eine ordentliche Platzierung.

Die Max-Schmeling-Halle zwischen Wedding und Prenzlauer Berg verführte mit ihrer großen Glasfassade viele zufällig vorbeikommende Berliner zu einem Zwischenstopp und erstaunten Blicken auf unsere doch nicht so bekannte Sportart.

Mit Hoffenheim II hatten wir einen angenehmen Gegner zum Start ins Turnier und konnten uns mit solidem Spiel mit 2:0 durchsetzen (25:14, 25:11). Danach wartete der Gastgeber aus Berlin mit Medallienambitionen und groß gewachsenen und erfahrenen Spielern auf uns. Für eine Chance auf Halbfinale hätten wir die Berliner besiegen müssen. Berlin gewann verdient zu 13 und zu 18.

Der nächste Gegner aus Magdeburg sollte von der Papierform her schlagbar sein, denkste. Magdeburg spielte mit Leidenschaft und wir vergeigten den zweiten Satz und eigentlich auch fast den Tie Break. Beim 9:14 konnte Rico mit seinen Aufschlägen (South Hants läßt grüßen) uns zum 19:17 Sieg retten.

Leverkusen I, der Titelfavorit, war Zugabe. Ziel war nicht abgeschossen zu werden, was uns im zweiten Satz mit 15 Punkten auch gelang.

Den Abend verbrachten wir gemeinsam mit den Hoffenheimern in einem kleinen Berliner Lokal, wo wir uns für die Endrunde stärkten und von Michaela für zukünftige Turniere mehrere Hochzeitstorten versprochen wurden. Wir freuen uns drauf.

Für die meisten ging es mit Ricos Zaubertrank zeitig ins Bett, wenn auch teilweise ohne Gepäck, in einer gut ausgestatteten Berliner Jugendherberge.

Am nächsten Morgen starteten wir in der Platzierungsrunde gegen Leverkusen II und setzten uns erstaunlich einfach mit 2:0 durch. Berlin II wurde im Anschluss locker besiegt, so das es im letzten Spiel gegen befreundete Hoffenheimer um Platz 5 ging. Hoffenheim hat sich von Jahr zu Jahr verbessert, das sollten wir zu spüren bekommen. Der erste Satz wurde von Hoffenheim mit 32:30 erkämpft, der zweite ging an uns (25:19) und im Tie Break war es wieder Spitz auf Knopf, auch weil wir uns zum Ende des Turniers etwas hängen ließen. Hoffenheim gewann 15:13 und wir schlichen etwas bedröppelt vom Feld. Mit einem Sieg wäre es ein rundes Turnier für uns gewesen.

Das Spiel um Platz 3 gewann Dresden verdient gegen die Gastgeber und das Finale war eine hochklassige und spannende Angelegenheit zwischen Leverkusen und Rheinland Pfalz mit einem glücklichen 15:13 im Tie Break für die Seriensieger.

Am Ende reichte es für uns doch noch für Platz 5 vor punktgleichen Hoffenheimern und Magdeburgern, die uns mit ihrem Sieg gegen Hoffenheim dazu verhalfen. Ziel erfüllt, besser als im Vorjahr mit spielerisch Luft nach oben. Mehr als dieser 5. Platz war nicht drin, in den Finalpartien sah man klasse Spiele auf Top Niveau, dazu brauchen wir aber unsere Bestbesetzung.

Steffen Kurzke