Wettkampfberichte Sitzvolleyball 2017

Trainingslager Rabenberg

Schon seit Mitte der 60er-Jahre machen sich Sportbegeisterte auf zur Sportstätte am Rabenberg – sei es für einen Lehrgang oder ein Trainingslager. Auch für die meisten von uns war es nicht der erste Besuch in erzgebirgischen Sportanlage. Dass der „Rabenberg“ – wie wir die Sportstätte oft abkürzend nennen – sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreut, sieht man allein daran, dass wir trotz einer Buchung Monate im Voraus noch die letzten verfügbaren Hallenzeiten abbekommen haben.

Wir starteten unsere Reise am Nachmittag des 24. März gemeinsam vom Olympiastützpunkt aus mit Ziel Rabenberg. Nach der Ankunft in luftiger Höhe blieb nicht viel Zeit für das Beziehen der Zimmer: Das Abendessen stand schon für uns bereit. In Anbetracht der Trainingseinheit, die am Abend noch anstand, wurden wir von unserem Trainer Christoph angehalten uns den Bauch nicht allzu voll zu schlagen. Wer die Gastronomie dieser Sportstätte im Erzgebirge am eigenen Gaumen erspürt hat, weiß wie viele diesem Ratschlag wohl gefolgt sind. Nichtsdestotrotz war die erste Trainingseinheit ein voller Erfolg. Wir starteten mit vielen verschiedenen Spielformen in die ersten Trainingsstunden des Wochenendes: Mit einer Tischdecke über dem Netz trainierten wir unsere Reaktions- und Antizipationsfähigkeiten und mit der später eingeführten Regel des indirekten Spiels (wie beim Tischtennis) haben wir zusätzlich noch an unserer Orientierung im Raum und an unserem Ballgefühl gefeilt. Genug für den ersten Trainingstag.

Bei einer gemütlichen Bowlingstunde haben wir den Abend dann ausklingen lassen.

Tag 2 war der Haupttrainingstag. Nach einer ausführlichen Erwärmungsrunde mit Schwimmen und Aquagymnastik ging es direkt in die Sporthalle zur ersten Trainingseinheit des Tages. Es sollten ihr an diesem Tag noch zwei weitere Einheiten folgen! Immer dabei war die Actionkamera, die ohne Murren alle Aktionen dokumentierte. Dieser intensive Samstag folgte einem eher untypischen Mantra für einen Samstag: Trainieren. Duschen. Essen. Von vorn Beginnen. Was nach Drill klingt, war zwar anstrengend, aber sehr erfüllend. Nebenbei bemerkt: Dieser reibungslose Tagesablauf war nur möglich dank der hervorragenden infrastrukturellen Gegebenheiten vor Ort. Alles war zu erreichen ohne auch nur einmal den Fuß vor eine Tür setzen zu müssen.

Der letzte Tag begann früh und wegen der Sommerzeitumstellung von Samstag auf Sonntag sogar noch ein Stündchen früher. Das Training begann an diesem Tag um 8 Uhr Ortszeit (7 Uhr wahre Zeit) nach 6 Stunden Training (bis 22 Uhr) am Vortrag. Das zog an niemandem spurlos vorüber und so war die letzte Trainingseinheit eine harte. Nach dem Mittagessen ging es erschöpft aber zufrieden zurück in die Heimat, wo uns die Sonne strahlend in Empfang nahm.